Essen und Trinken auf Sardinien

Auch in kulinarischen Gefielden bildet Sardinien eine Welt für sich

Allein die Weine sind so vielfältig wie die Insel: leicht bis sehr schwer, oft kräftig, bisweilen schroff, fast immer überraschend. Die besten sardischen Weiß- und Schaumweine sind sehr fruchtig und elegant, obwohl wir uns insgesamt näher an Afrika als an Italien befinden. Bekannte Rebsorten sind Torbato, Vermentino, Nuragus sowie die Importe Sauvignon und auch Chardonney. Es gibt auch süße Muskateller, sheryartige Vernaccia, unvergleichliche Malvasia, leichte bis mächtige Rote, etwa aus den Reben Cannonau, Carignano, Monica und anderen autochthone Sorten.

Überall in Sardinien dominiert die feine Italienische Küche, besonders reich vertreten sind natürlich Fische und Meeresfrüchte. Einen Höhepunkt für den Feinschmecker bildet die Languste (aragósta), die noch fast überall leicht – wenn auch nicht billig – zu bekommen ist. Man isst sie gekocht. 

Den Einheimischen Gerichten merkt man an, dass die Sarden eigentlich Bauern und Hirten sind, die sich ins Landesinnere orientieren. Die sardische Küche ist interessant, aber eher einfach und deftig. Nach Hirtenart gibt es viel Käse und Fleisch. Das typischste Landesgericht ist das langsam gegrillt Spanferkel, sardisch porceddu. Oft wird der Braten kalt verzehrt, nachdem er einige Tage lang in Myrtenblätter eingelegt war. Abgesehen von Schweinefleisch wird auch viel Lamm gegessen – immer gerne gegrillt oder als Braten.
Bei den unzähligen Festen auf Sardinien gibt es immer wieder sa cordula zu kosten: in Darm gewickelte Lamminnereien, die am Spieß gegrillt werden. 

Die Sarden haben auch ihre eigene Pasta, die malloreddus. Man könnte sie als Grießgnocchi bezeichnen. Die culurgiones sind Ravioli oder Agnolotti. Fregula ist eine Art Grießbrei mit Fleischbrühe, Safran und Salzlakenkäse. Eine beliebte Vorspeise ist die favat: Man kocht Saubohnenkerne mit Speck, Wurst, Schweinefleisch und verschiedenen Gewürzen. Auch frische Sau- oder Puffbohnen werden im Frühjahr besonders gerne gegessen. Dabei ist Sardinien der so genannte Favismus, eine genetisch bedingte Allergie gegen diese Pflanze und sogar ihre Pollen recht weit verbreitet.

Ganz exotisch wirkt auf den Fremden das trockene Fladenbrot, das die Italiener carta da musica (Notenpapier) und die Sarden pan carasau nennen. In Lammbrühe getunkt, mit Sugo übergossen und einem Spiegelei darüber – als pani frattau – ergibt es eine köstliche Mahlzeit. 

Die Wanderhirten mussten eben mit dem vorlieb nehmen, was sie gerade hatten. So kamen sie auch auf die sebadas, ein Dessert, das aber keine Süßigkeit ist: Aus Mehl und Schweinemalz wird ein Teig gemacht, der leicht gesalzen wird. Dieser wird mit Frischkäse gefüllt, mit kandierten Orangenschalen und Petersilie gewürzt und in Fett ausgebacken. Darüber gießt man den berühmten bitteren Honig, den die Bienen vom Erdbeerbaum – sardisch oliddoni – oder von der Edelkastanie gewinnen.

Bei Ihrem Sardinienbesuch sollten Sie sich auf keinen Fall die sardische Spezialität schlechthin entgehen lassen, den würzigen Schafskäse Pecorino kauft man am besten auf dem Markt, oder direkt beim Schäfer am Straßenrand.

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